Weinprobe
Trentino: Die Rettung des Teroldego
17. Juli 2005, 17:15 Uhr, arte
20. Juli 2005, 17:15 Uhr, arte
Autor: Jean Boué
Kamera: Uli Fischer
In dieser arte-Serie "Weinprobe / Vins á la carte" geht es um große und weniger große, um bekannte und weniger bekannte Winzer, Weine und Weinlandschaften in Deutschland, Frankreich und den anderem Weinbaunationen Europas: Kultur und Leben rund um die Rebe.
Wer über Österreich nach Italien reist, durchquert zuerst zwangsläufig Südtirol und fährt dann am Gardasee vorbei. Genau dazwischen, im Etschtal, liegt das Trentino, links und rechts der Autobahn. Es ist einer dieser Orte, die kaum jemand wahrnimmt, wo aber fast jeder schon einmal gewesen ist. So ähnlich ist es mit dem Wein dieser Gegend. So ziemlich jeder hat ihn schon getrunken, aber kaum einer erinnert sich daran. Achtzig Prozent des italienischen Pinot Grigio kommt aus dem Trentino und wird von hier aus in die Supermärkte der Welt geliefert. Auch andere gängige Sorten werden in diesem Tal angebaut, bevorzugt das, was die Leute kennen, was bezahlbar ist und sich darum gut verkauft. Für die Genießer unter den Weinfreunden wäre das Trentino fast uninteressant, gäbe es da nicht ein paar Winzer, die eben nicht diese modischen Allerweltsweine anbauen. Attilio Scienza, Professor für Weinbau aus Mailand, arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren daran, in dieser Gegend wieder alte heimische Sorten anzusiedeln. Mit Hilfe einiger Weinbauern hat er dadurch schon der einen oder anderen Sorte zu großem Erfolg verholfen. Die „Weinprobe“ besucht drei dieser Winzer, die ihren eigenen Weg, abseits der großen Moden gehen und dafür mit Preisen gekürt werden, wie die mittlerweile weltbekannte Elisabetta Foradori.