Weinprobe

Pomerol: Der Gesang der Amsel

31. Juli 2005, 17:15 Uhr, arte
03. August 2005, 17:15 Uhr, arte

Autor: Alix Francois Meier
Kamera: Peter Klotz



In dieser arte-Serie "Weinprobe / Vins á la carte" geht es um große und weniger große, um bekannte und weniger bekannte Winzer, Weine und Weinlandschaften in Deutschland, Frankreich und den anderem Weinbaunationen Europas: Kultur und Leben rund um die Rebe.

Mit dem Prestige der Weine aus dem Pomerol, dem kleinsten unter den großen Rotweingebieten des Bordelais, können nur wenige Weinanbaugebiete der Welt mithalten. Dabei trumpft die Region nicht gerade mit landwirtschaftlichen Reizen auf. Die kaum 800 Hektar große Appellation 40 km östlich von Bordeaux bietet nur flaches Land, soweit das Auge reicht. Einziger Blickfang der Kommune Pomerol ist der hohe Kirchturm. Ein wirkliches Dorf gibt es nicht, allenfalls ein paar verstreute Häuser und jede Menge Chateaux – so zumindest nennt sich der Großteil der Weingüter, auch wenn das „Schloss“ aus vier Kalksteinquadern in der Landschaft besteht. Mehr als 150 solcher Chateaux gibt es, von denen selbst die in der Weinwelt bekanntesten weniger als zehn Hektar bewirtschaften. Was also macht die Weine von Pomerol so begehrenswert? Hat es mit der dominanten Traubensorte Merlot zu tun, die so früh reift, weshalb ihr Name von „Le Merle“ abgeleitet sein soll, der Amsel, die so früh am Morgen singt? Und warum wirken die Merlots des Pomerol so feminin? Gibt es ein Geheimnis?