Das Philosophische Quartett

Peter Sloterdijk

Peter SloterdijkPeter Sloterdijk, 1947 in Karlsruhe geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik an den Universitäten München und Hamburg. Nach seiner Promotion 1976 war er freier Schriftsteller, ehe er 1992 die Professur für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe annahm, wo er seit 2001 als Rektor amtiert und Philosophie und Ästhetik lehrt. Peter Sloterdijk nahm zahlreiche internationale
Gastdozenturen wahr und leitete seit 1993 das Institut für Kulturwissenschaft an der Akademie der Künste in Wien, bis er wiederum für viele Jahre eine Professur für Kulturphilosophie und Medientheorie bekleidete.

Längst stößt sein Denken weltweit auf das wache Interesse der philosophischen Avantgarde. Der Durchbruch als philosophischer Autor gelang ihm 1983 mit seiner „Kritik der zynischen Vernunft“ – es zählt zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. In den Jahren um die Jahrtausendwende (1998 bis 2004) entstand sein Opus Magnum, die „Sphären“-Trilogie, in der er die Geschichte der Menschheit aus philosophisch-anthropologischem Blickwinkel neu erzählt; die Kritik reagierte, je nach Denkschule widersprüchlich, vorwiegend emphatisch zwar, aber auch mit skeptischen bis ablehnenden Stimmen.

Mehrfach löste der vielfach ausgezeichnete Philosoph mit Vorträgen und Publikationen heftige Kontroversen aus - besonders heftig mit seiner Schrift "Regeln für den Menschenpark" (1999). Auch  sein Buch "Im Weltinnenraum des Kapitals" (2005), das die Globalisierung als Prozeß beschreibt, der den Weg in  eine neue Epoche ebnet, ist Gegenstand lebhafter intellektueller Auseinandersetzung. Unter seinen neueren und aktuellen Publikationen ragen "Zorn und Zeit" (2006), "Gottes Eifer" (2007), "Du mußt dein Leben ändern"(2009), "Die nehmende Hand und die gebende Seite"(2010) sowie "Stress und Freiheit" (2011) mit ihrer gedanklichen Tiefe, ihren aktuellen Bezügen
und ihrer provokativen Kraft heraus. Seit 2002 moderiert Peter Sloterdijk zusammen mit Rüdiger Safranski das Philosophische Quartett im ZDF.

Auszeichnungen:
  • 1993 Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik
  • 2000 Friedrich-Märker-Preis für Essayistik
  • 2001 Christian-Kellerer-Preis für die Zukunft philosophischer Gedanken
  • 2005 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung
  • 2005 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
  • 2006 Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres
  • 2008 Lessing-Preis für Kritik
  • 2008 Cicero Rednerpreis
  • 2008 Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig
  • 2009 BDA-Preis für Architekturkritik

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